In vielen thüringischen Kirchengemeinden sinken die Mitgliederzahlen. Kirchen werden weniger oder nicht mehr genutzt. Damit die Kirchengebäude nicht leer stehen oder gar verfallen, wird vielerorts über eine Umnutzung nachgedacht. Ziel ist es, die Bauten als Mittelpunkt eines Ortes zu erhalten. Zu diesem Zweck hat die Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) das Projekt „500 Kirchen – 500 Ideen“ ins Leben gerufen. Kirchengemeinden, Jugendorganisationen sowie Vertreter:innen aus Wissenschaft, Kunst und Architektur waren aufgefordert, Vorschläge einzureichen.
Im Sommer 2017 wurden die ersten 250 Ideen in Erfurt präsentiert, zum Ende der Ausstellung im November waren es dann bereits 500 Anregungen. Sieben Vorschläge wurden als Modellprojekte ausgewählt: Ein soziokulturelles Zentrum, eine Bienen-Garten-Kirche, ein meditativer Spielplatz, eine Netzwerkkirche, eine Gesundheitskirche, eine Kunstkirche und eine Her(r)bergskirche. Die EKM begleitet die Projekte und zieht aus ihnen Anregungen für die eigene Arbeit. Etwa ein Viertel der thüringischen Kirchen steht leer. Der Erhalt der oft denkmalgeschützten Gebäude stellt eine große Herausforderung dar.
Die EKM stellt sich dieser schwierigen Aufgabe. Die Jury möchte diesen Prozess und die inspirierenden Modellprojekte unterstützen. Die Initiative ist wegweisend und hat das Potenzial, die Kirchen in die Zukunft zu führen.








