In Jena wurde lange keine neue Schule gebaut. Jetzt ist der erste Schulneubau nach der Wende entstanden. Die Gemeinschaftsschule Wenigenjena wurde im August 2019 eröffnet und bietet rund 1.000 Schüler:innen der Klassen 1–12 ein modernes Lernumfeld.
Die Jahrgänge sind in sogenannten „Clustern“ organisiert: Je vier Klassen gruppieren sich in einem Cluster. Jeder Cluster hat große Klassenzimmer und verschiedene Lernräume. Eine große offene Lernfläche bildet den Mittelpunkt. Die Cluster sind auch an verschiedenen Farben zu erkennen, sowohl in den Innenräumen als auch an der Außenseite der Schule.
Der Eingangsbereich liegt in der Mitte des Gebäudes. Er ist nach oben hin offen und verläuft über zwei Stockwerke. Im zweiten Obergeschoss befindet sich die große Sporthalle. Ein Thema ist an der Schule besonders wichtig: Inklusion. Unter den Schüler:innen sind auch Kinder mit einer geistigen oder körperlichen Beeinträchtigung. Für sie gibt es einen eigenen Pflege- und Therapiebereich.
Die Gemeinschaftsschule Wenigenjena zeigt, wie Architektur einen Beitrag zur schulischen Inklusion leisten kann. Die Planer:innen haben ein Gesamtkonzept geschaffen, das Schüler:innen mit unterschiedlichen Bedürfnissen ein gesundes und sicheres Lernen ermöglicht. Auch Akustik, Farbgebung und Beleuchtung entsprechen den Anforderungen eines inklusiven Schulalltags. Die Jury verleiht dem Projekt daher den Sonderpreis Barrierefreiheit.













